Wozu man Luftentfeuchter benötigt !

Beim Luftentfeuchter handelt es sich um ein Gerät, das in Räumlichkeiten oder in einem Behälter die absolute Luftfeuchtigkeit nach unten schraubt. Dabei benutzt man Luftentfeuchter um Räume zu entfeuchten, wo hohe Mengen an Wasserdampf anfallen, dies kann beispielsweise in Schwimmbädern der Fall sein. Außerdem werden Luftentfeuchter zur Trocknung in Neubauten verwendet, ferner auch wenn Wasserschäden aufgetreten sind.

In Räumen nutzt man die Luftentfeuchter, um die Bildung von Kondenswasser zu verhindern, was somit auch der Vorbeugung von Schimmelbildung dient. Hinzu kommt das vor Wärmebrücken am Bauwerk also an den Außenwänden prophylaktisch geschützt werden sollen. Man kann die Luftentfeuchter auch mit Luftbefeuchtern kombinieren, damit man die Luftfeuchtigkeit in einem Raum auf einem Niveau halten kann.

Verschiedene Variantenten bei Luftentfeuchtern

Es gibt drei grundsätzliche unterschiedliche physikalische Methoden, nach denen die herkömmlichen Luftentfeuchter funktionieren. Da wäre die Adsorption des Wasserdampfes an ein Adsorptionsmittel, die Absorption in hygroskopischen Flüssigkeiten und die Luftkühlung mit Wasserausscheidung bzw. Kondensation.

Bei der Adsorption des Wasserdampfes leitet man die zu trockene Luft mithilfe eines Ventilators über ein Adsorbens. Wenn es sich um technische Anwendungen handelt, werden hauptsächlich Silicalgele verwendet, manchmal auch ein Molekular-Sieb. Am Adsorbens bleibt der Wasserdampf hängen, er kondensiert dann dort auch. Mit fallender Temperatur und nach oben schnellender Wasserdampfkonzentration der Luft wächst die Adsorptionsfähigkeit des Adsorbens. Vonnöten ist dann unter Umständen eine Kühlung der getrockneten Luft bzw. Adsorbens, was frei werdender Kondensations- und Adsorptionswärme geschuldet ist.

Nach einer bestimmten Zeit muss sich das Adsorbens regenerieren, was hauptsächlich durch Trocknung mit heißer Luft in die Tat umgesetzt werden kann. Eine Rücktrocknung kann zudem beim Molekular-Sieb vonstatten gehen. Dies geschieht hauptsächlich in Geräten, die die zu trocknende Luft komprimieren. In zwei Trocken-Behältern geht der Rücktrocknungsprozess normalerweise vonstatten. Dabei schickt man durch den Adsorber die komprimierte Luft in den einen Behälter, wobei der Adsorber dieser Luft die Feuchtigkeit durch Einlagerung an das Granulat des Molekular-Siebs entzieht. Über den zweiten Behälter wird dann anschließend ein Teil der getrockneten und komprimierten Luft an die Atmosphäre geleitet. Die Luft wird um ein Vielfaches aufnahmefähiger für Feuchte, was der Expansion geschuldet ist, so dass dem Molekular-Sieb die Wassermoleküle wieder entzogen werden können, die sich dort vorher angelagert hatten.

Diese Funktionsweise wird dann unter den beiden Behältnissen in regelmäßigen Zyklen hin und her absolviert, damit für die weitere Benutzung je nach erforderlichem Trockenheitsniveau der komprimierten Basisluft ein niedrigerer oder höherer Prozentsatz getrockneter Luft zur Verfügung steht.

Absorption der Feuchtigkeit

Wenn es um die Absorption mit hygroskopischen Flüssigkeiten geht, leitet man die zu entfeuchtende Luft mithilfe eines Ventilators über eine hygroskopische Flüssigkeit ab. Diese setzt sich normalerweise aus einer Salzwasserlösung von Kalzium-Chlorid, Lithium-Bromid oder Lithium-Chlorid zusammen. Der Wasserdampf verdünnt die hygroskopische Lösung, in die er vorher übergegangen ist. Mit steigendem Druck wächst dann die Absorptionsfähigkeit der Salzlösung, außerdem auch durch steigende Wasserdampfkonzentration und sinkende Temperatur in der Luft. Vonnöten ist mitunter eine Kühlung der getrockneten Luft bzw. der Flüssigkeit, was der freiwerdenden Absorptionswärme geschuldet ist. Auch die hygroskopischen Flüssigkeit muss nach einer bestimmten Zeit regenerieren, was normalerweise mit Ableitung des Dampfes bzw. durch Erhitzen (außerhalb der zu trocknenden Bereiche) in die Tat umgesetzt wird.

Findet eine Luftkühlung per Wasserausscheidung also eine Kondensationstrocknung statt, leitet man die zu entfeuchtende Luft mithilfe eines Ventilators via Wärmeübertrager ab. Hier kommen als Kühlmittel beispielsweise Sole, Leitungswasser oder Brunnenwasser zum Einsatz. Dabei läuft von den gekrümmten Flächen des Wärmeübertragers das Wasser ab, es wird anschließend in einem Kondensatbehälter gesammelt. Dass die Oberflächentemperatur des Wärmeübertragers geringer ist als die Temperatur des Taupunktes in der Luft, ist bei diesen Prozessen von eminent wichtiger Bedeutung.

So wird die Taupunktunterschreitung in Bautrocknungsgeräten bzw. in Luftentfeuchtern für den Haushaltseinsatz mittels eines geschlossenen Kühlkreislaufes umgesetzt, wobei ein Kompressor in das Entfeuchtungsgerät verbaut ist, der in der Kühl-Zirkulation für einen Kreislauf der Kältemittel verantwortlich ist. Angesaugt wird die feuchtwarme Luft dann durch einen Ventilator, an der Verdampferfläche wird sie Schock gekühlt. Wenn die Luftfeuchtigkeit kondensiert und das Wasser danach in einem Behälter gesammelt worden ist, wird dieser entleert oder das Wasser mithilfe eines Schlauches abgeleitet.

Normalerweise sind Luftentfeuchter, die so funktionieren, mit einem elektronischen Hygrometer versehen, damit sie sich ausschalten bzw. auf eine geringere Leistung umstellen, wenn ein bestimmter Wert in Bezug auf die relative Luftfeuchtigkeit erreicht worden ist. Der Wasserstand wird bei Geräten mit Kondensatbehälter einer Überwachung unterzogen; ist der Behälter voll, schaltet sich das Gerät automatisch ab.

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